Seaside Palm Beach ★★★★★
Der Klang der Farben – Dodo im Seaside Palm Beach
Es gibt Häuser mit unverwechselbarem Charakter. Wer im Seaside Palm Beach in Maspalomas eincheckt, entscheidet sich gegen das Beliebige. Alberto Pinto hat ihm Farben gegeben, die sich nicht zurücknehmen: Korallenrot, Flieder, sonniges Gelb. Nichts hier ist Zufall, nichts leise. Ein Hotel, das den Geist der Siebzigerjahre nicht konserviert, sondern ihn mit einer Selbstverständlichkeit lebt.
Vielleicht ist es genau diese Atmosphäre, die das Haus seit Jahren zum passenden Schauplatz für Begegnungen macht, die unter die Haut gehen. Viele Einspieler von „Sing meinen Song – das Schweizer Tauschkonzert“ entstehen direkt hier, zwischen Palmengarten, Retro-Design und dem Blick auf die Dünen von Maspalomas.
Wenn die Künstler im Seaside Palm Beach zusammenkommen, geht es nur vordergründig um Musik. Es geht um das, was zwischen den Zeilen gesagt wird. Um Erinnerungen. Um Geschichten, die man nicht geplant hat zu erzählen und es dann doch tut.
Und um das, was Dodo, Moderator der Sendung, selbst als ihren Kern beschreibt: um das Menschsein.
Dodo: Zwischen Herkunft, Klang und Persönlichkeit
Dodos Musik folgt keinen klaren Grenzen. In ihr liegt Bewegung, Herkunft, Rhythmus.
Geboren in Kenia und aufgewachsen an der Elfenbeinküste, wurde er früh von afrikanischen Klangwelten geprägt. Musik war nie nur Ausdruck, sondern Teil des Alltags.
„Meine musikalischen Einflüsse kommen hauptsächlich aus Afrika … Musik begleitet mich seit meiner Kindheit, besonders Reggae und Black Music.“
Sein Sound wirkt warm und offen, getragen von Einflüssen, die sich nicht in Kategorien einordnen lassen. Und genau diese Haltung bringt er auch bei „Sing meinen Song“ ein.
Das Seaside Palm Beach als Bühne für außergewöhnliche Momente
Die Pagen in ihren Uniformen, das Licht, die hohen Palmen. Dazu eine Treppe, die das Willkommen nahezu inszeniert. Für Dodo hatte der erste Eindruck eine spezielle Intensität.
„Alles wurde gefilmt. Es ging die große Treppe hinauf … und dann dieser Garten. Wenn du den siehst, bist du sofort begeistert“, erinnert er sich.
Hier, zwischen Meeresbrise und Designklassikern, fand er auch Inspiration für ein persönliches Projekt. Für einen Bildband ließ er seine maßgeschneiderten Anzüge in den Räumen des Hotels inszenieren. Warum? Weil der Retro-Chic des Seaside Palm Beach eine Präsenz besitzt, die seinen Kreationen mühelos standhält.
Photo © Riechsteiner Fotografie
Outfit: Eniline
Zwischen Rampenlicht und Stille
Was im Fernsehen leicht wirkt, folgt hinter den Kulissen einem eigenen Takt. Drehtage, die früh beginnen und tief in die Nacht reichen. Dazwischen kaum Pause.
„Wir fangen um acht Uhr morgens an … manchmal geht es bis vier Uhr nachts, und am nächsten Tag geht es direkt weiter.“
Wenn die Kameras nicht rollen, sucht Dodo den Ausgleich. Sauna, Eisbad, an freien Tagen auch eine Massage. Momente der Stille, fern vom Rhythmus der Drehtage. Am Morgen beginnt alles neu: Training, Kälte, dann ein ausgedehntes Frühstück unter freiem Himmel.
Momente, die verbinden
Neben der Arbeit sind es oft die leisen Begegnungen, die bleiben. Besonders in Erinnerung geblieben ist Dodo eine Begebenheit mit Beatrice Egli:
„Sie kam zu mir und sagte, es sei ihr alles zu viel. Wir gingen in ihr Zimmer, legten uns auf den Boden und machten Atemübungen … danach war alles wieder gut.“
Und wenn es der Terminplan zuließ, wurde die Bar Africano zum Treffpunkt des gesamten Teams. Hier klang der Tag aus. Oft begleitet von einem Gin mit Erdbeeren und Hibiskus-Tonic.
Dodo verabschiedet sich als Moderator von „Sing meinen Song“
Nach drei Jahren als Moderator und insgesamt vier Jahren, in denen er die Sendung begleitet hat, geht für Dodo eine bedeutsame Zeit zu Ende. Mit ihr endet auch ein Abschnitt, der eng mit dem Seaside Palm Beach verbunden war.
„Ich war jetzt vier Jahre in diesem wunderbaren Hotel. Ich durfte ein Gast sein. Ich habe mich richtig wohl gefühlt.“
Er kennt das Haus inzwischen bis ins Detail. Vom Lift bis zum Gym. So wurde das Seaside Palm Beach für ihn über die Jahre zu mehr als einer Kulisse. Zwischen intensiven Drehtagen bot es Rückzug, Ruhe und Momente zum Durchatmen.
Ein Ort, dessen Farben und Rhythmus man mitnimmt – und der einen nicht so schnell wieder loslässt.