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Yoga im Seaside Palm Beach: Eine Stunde mit Stephan Reuter

17. Aug. 2026

 

 

Am Nachmittag liegen die Yogamatten auf der Wiese bereit. Palmen spenden Schatten, die Luft ist mild, und langsam finden sich die ersten Gäste ein.

Einige kennen die Übungen seit Jahren, andere betreten zum ersten Mal eine Yogamatte. Stephan Reuter begrüßt neue Teilnehmende, beobachtet aufmerksam das Aufwärmen und verschafft sich schon in den ersten Minuten einen Eindruck davon, wie sich die Gruppe bewegt. Denn bei seinen Stunden steht nicht eine festgelegte Abfolge im Mittelpunkt, sondern der Mensch, der gerade vor ihm steht.

Seit 2002 unterrichtet Stephan im Seaside Palm Beach Yoga, Tai-Chi und Qi Gong. Für zahlreiche Stammgäste gehört das Wiedersehen mit ihm inzwischen ebenso selbstverständlich zum Aufenthalt wie ein Spaziergang zu den Dünen oder ein ruhiger Morgen im Palmengarten.

Dunas de Maspalomas

Von der persönlichen Herausforderung zum Leistungssport

Stephans intensives Interesse an Bewegung und Gesundheit begann bereits in seiner Jugend. Kurz vor seinem 15. Geburtstag wurde bei ihm eine schwere Erkrankung des Blutes diagnostiziert. Es folgten lange Krankenhausaufenthalte und eine Zeit, in der körperliche Belastung zunächst kaum möglich war.

Ein Arzt ermutigte ihn schließlich dazu, seinen Körper nicht ausschließlich zu schonen, sondern ihn durch gezielte Bewegung behutsam zu fordern. Dieser Satz sollte seinen weiteren Weg entscheidend prägen. Aus ersten sportlichen Aktivitäten entwickelte sich ein ausgesprochen konsequentes Training. Über Schwimmen und Leichtathletik kam Stephan zum Basketball, spielte später in der Regionalliga und beschäftigte sich früh intensiv mit Trainingslehre, Bewegungsabläufen und Ernährung. „Ich wollte verstehen, was Bewegung im Körper bewirkt und wie man ihn sinnvoll stärkt“, beschreibt er diese Zeit rückblickend.

Der Leistungssport legte damit ein Fundament, das bis heute in seinem Unterricht spürbar ist: Übungen sollen nicht spektakulär aussehen, sondern einen tatsächlichen Nutzen haben.

Wie Stephan zum Yoga fand

Yoga and meditation at Seaside Palm Beach in Maspalomas

Sein Weg führte ihn später für längere Zeit nach Italien und durch verschiedene Regionen des Mittelmeerraums. Dabei lernte er nicht nur neue Sprachen und Kulturen kennen, sondern beschäftigte sich zunehmend mit Meditation, Tai-Chi und Yoga.

Was ihn daran faszinierte, war weniger die körperliche Praxis als die Art, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Yoga war für ihn deshalb nie nur eine Abfolge von Positionen. Es verbindet für ihn Kraft, Beweglichkeit und Konzentration mit der Fähigkeit, genauer hinzusehen: Wie fühlt sich eine Bewegung an? Wo entstehen unnötige Spannungen? Was braucht der eigene Körper an diesem Tag?

Diese Fragen prägen seine Arbeit bis heute.

Ein Neuanfang auf Gran Canaria

Palm Beach hotel Maspalomas Gran Canaria Drone Picture

Als das Seaside Palm Beach im Jahr 2002 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnete, sollte auch das Wellnessangebot neu ausgerichtet werden. Gesucht wurde ein qualifizierter Lehrer für Tai-Chi und Qi Gong, der zusätzlich Yoga, Meditation und weitere Bewegungskurse anbieten konnte.

Stephan entdeckte die Stellenanzeige, verschickte seinen Lebenslauf und erhielt kurz darauf einen Anruf der damaligen Hoteldirektorin. Drei Tage später saß er bereits im Flugzeug nach Gran Canaria. Was zunächst wie ein neuer beruflicher Abschnitt begann, wurde zu einer langfristigen Verbindung.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet Stephan Gäste unterschiedlichster Altersgruppen und Nationalitäten. Viele von ihnen kehren regelmäßig in seine Stunden zurück. Aus kurzen Begegnungen während des Urlaubs sind über die Jahre vertraute Rituale entstanden. Mit manchen verbindet ihn inzwischen eine jahrelange Geschichte. Andere kommen zum ersten Mal und entdecken innerhalb einer Stunde eine Form der Bewegung, die sie zuvor nicht für sich in Betracht gezogen hatten.

Yoga, das sich dem Menschen anpasst

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Stephans Zugang ist direkt und pragmatisch. Schwierige Positionen oder äußerliche Perfektion spielen für ihn keine entscheidende Rolle. „Einfach das tun, was wirklich funktioniert“, bringt er seine Haltung auf den Punkt. Jede Stunde beginnt mit einem dynamischen Aufwärmen. Währenddessen beobachtet Stephan die Bewegungen der Teilnehmenden und erkennt, wo möglicherweise Einschränkungen oder Unsicherheiten bestehen. Neue Gäste bittet er zunächst, von ihren bisherigen Erfahrungen, ihrer Fitness oder möglichen Beschwerden zu erzählen.

Erst danach legt er den Schwerpunkt der Stunde fest. An manchen Tagen stehen Mobilität und sanfte Dehnungen im Vordergrund. Andere Einheiten sind dynamischer und konzentrieren sich stärker auf Kraft, Koordination oder Gleichgewicht. Auch Atemübungen und Meditation können Teil der Stunde sein. Dabei orientiert sich Stephan nicht ausschließlich an traditionellen Übungsfolgen. Erkenntnisse aus Bewegungslehre, Physiotherapie und moderner Trainingspraxis fließen ebenfalls in seinen Unterricht ein. Übungen, die für einzelne Teilnehmende ungeeignet erscheinen, werden angepasst oder ersetzt. So folgt die Praxis keinem starren Programm.

Das Yoga passt sich an den Menschen an, nicht der Mensch an das Yoga.

Yoga beginnt mit dem ersten Schritt

Viele Gäste zögern, weil sie Yoga noch nie ausprobiert haben oder sich für nicht beweglich genug halten. Stephan begegnet solchen Bedenken unkompliziert. „Probieren geht über Studieren“, sagt er. „Wir beginnen mit einfachen, bodenständigen Übungen. Erst legen wir das Fundament, dann bauen wir die Mauern, und erst danach kommt das Dach.“ Niemand muss bestimmte Positionen beherrschen oder mit der Gruppe Schritt halten. Entscheidend ist, den eigenen Bewegungsradius kennenzulernen und aufmerksam auf den Körper zu reagieren.

Auch erfahrene Yogis finden in den Stunden neue Impulse. Da Stephan jede Einheit auf die jeweilige Gruppe abstimmt, können Übungen unterschiedlich intensiv ausgeführt werden. Wer unsicher ist oder körperliche Beschwerden hat, kann ihn vor Beginn der Stunde ansprechen.

Yoga unter Palmen

Relax and unwind in one of the five pools at this Gran Canaria beach resort

Die Yogawiese ist für Stephanweit mehr als ein Arbeitsplatz. Auch zwischen seinen Kursen verbringt er dort gerne Zeit. Das milde Klima Gran Canarias ermöglicht es, einen Großteil des Jahres im Freien zu trainieren. Die Palmen schützen vor der direkten Sonne, während der Rasen selbst an warmen Tagen für ein angenehmes Mikroklima sorgt.

Gerade diese Beständigkeit schätzt Stephan. Statt auf wechselndes Wetter oder geschlossene Räume angewiesen zu sein, kann die Praxis das ganze Jahr über draußen stattfinden. Die Umgebung drängt sich nicht in den Vordergrund. Sie schafft vielmehr einen Rahmen, in dem Bewegung, Atmung und Konzentration selbstverständlich zusammenfinden können.

Tai-Chi und Qi Gong am Morgen

Yoga in Maspalomas

Neben den Yogastunden am Nachmittag unterrichtet Stephan auch Tai-Chi und Qi Gong. Die Bewegungen sind ruhiger und werden überwiegend im Stehen ausgeführt. Während Yoga körperlich fordernder sein kann und stärker mit Kräftigung und Beweglichkeit arbeitet, liegt der Fokus beim Tai-Chi auf langsamen, kontrollierten Abläufen, Standfestigkeit und Koordination.

Auch Meditation ist Bestandteil beider Formate: morgens häufig im Stehen, nachmittags im Sitzen oder Liegen. Für Stephan sind Yoga, Tai-Chi und Qi Gong keine konkurrierenden Disziplinen. Sie bieten unterschiedliche Zugänge zu einem ähnlichen Ziel: den Körper bewusster wahrzunehmen, Bewegungen klarer auszuführen und innerlich zur Ruhe zu kommen.

Was nach dem Urlaub bleibt

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Ein Urlaub bietet Zeit für neue Erfahrungen. Schwieriger ist es, gute Vorsätze anschließend in den Alltag mitzunehmen. Stephan rät deshalb davon ab, zu viel auf einmal verändern zu wollen. „Nichts führt schneller zu Enttäuschung als übertriebener Ehrgeiz.“

Statt eines umfangreichen Trainingsplans empfiehlt er wenige Übungen, die sich realistisch in den Tagesablauf integrieren lassen: häufiger die Treppe nehmen, kurze Wege zu Fuß zurücklegen, zwischendurch die Schultern lockern oder einige Minuten bewusst stehen und atmen. Nicht die Menge ist entscheidend, sondern die Regelmäßigkeit.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis, die viele Gäste aus einer Stunde mit Stephan mit nach Hause nehmen. Yoga endet nicht, sobald die Matte zusammengerollt wird. Manchmal beginnt es mit einer kleinen Bewegung, einem bewussten Atemzug oder dem Entschluss, für einen Moment genauer auf den eigenen Körper zu hören. Informationen zu den aktuellen Zeiten der Yoga-, Tai-Chi- und Qi-Gong-Kurse erhalten Sie während Ihres Aufenthalts an der Rezeption des Seaside Palm Beach.

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Sport

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